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Sonntag, 7. September 2008

Die Tests: Pestizide in Obst und Gemüse



Vorsicht, frisch gespritzt: Pfirsiche und Nektarinen


Annähernd alle Pfirsiche und Nektarinen aus dem Angebot der sechs größten deutschen Supermarktketten sind mit giftigen Spritzmitteln belastet. In 31 von 32 untersuchten Proben von Früchten aus konventioneller Landwirtschaft hat das Greenpeace-EinkaufsNetz Rückstände von Pestiziden gefunden. Viele der insgesamt 23 im Labor nachgewiesenen Pestizide sind Krebs erregend, hormonell wirksam, nervengiftig oder können die Fortpflanzung beeinträchtigen.

Empfehlenswert ist nach den Untersuchungen des Einkaufsnetzes nur Bio-Ware, die in der Regel vollkommen frei von Pestizidrückständen ist. Greenpeace fordert, dass der Lebensmittelhandel, das Verbraucherschutzministerium und die Überwachungsbehörden der Bundesländer Verbraucher vor schädlichen Pestiziden schützen.

Greenpeace-Mitarbeiter hatten Ende August in ganz Deutschland 32 Kilogramm Steinobst gekauft (18 Proben Pfirsiche und 14 Proben Nektarinen). Sie stammen aus dem Angebot von Aldi, Edeka, Lidl, Metro (mit Real und Kaufhof), Rewe (mit Penny und Karstadt), Edeka/Spar, Tengelmann (mit Kaisers und Plus). Ein Speziallabor hat die Früchte aus den Anbauländern Frankreich, Griechenland, Italien und Spanien untersucht.

Nur eine Probe war frei von Spritzmittelresten. In allen anderen wurden Rückstände gefunden. Sieben (22 Prozent) der 32 getesteten Fruchtproben bewertete das EinkaufsNetz wegen des zu hohen Pestizidgehalts oder der gefundenen Giftcocktails als mangelhaft und nicht empfehlenswert. Einen Giftcocktail von bis zu sieben verschiedenen Pestiziden enthielten 28 Proben (88 Prozent). In zwei Proben von Karstadt in München und Aldi Süd in Stuttgart wurden sogar die gesetzlichen Höchstmengen überschritten. In der Ware von Aldi Süd in München wurden die Höchstmengen erreicht.

Hier finden Sie die vollständigen Ergebnisse.


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Was können Sie tun?

  • Waschen und schälen Sie Obst und Gemüse.
  • Kaufen Sie Früchte aus der Region, und achten Sie auf robuste Sorten.
  • Bevorzugen Sie Öko-Ware - sie ist in der Regel frei von Pestizidrückständen.
  • Verwenden Sie für Kleinkinder-Nahrung nur Bio-Produkte.

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