Beeren aus deutschen Supermärkten sind stark mit Pestiziden belastet. Das zeigt eine Studie, die das Greenpeace-EinkaufsNetz am 24. Juli 2005 vorstellte. Besonders alarmierend: In Stachel- und Johannisbeeren aus konventionellem Anbau finden sich auch sechs Gifte, die in Deutschland überhaupt nicht zugelassen sind. Das bestätigte am 25. Juli 2005 das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) in Bonn.
Bei den illegalen Pestiziden handelt es sich laut BVL um Parathion, Boscalid, Flusilazol, Iprovalicarb, Methoxyfenozid und Tebufenozid. Vier der sechs Proben, die mit illegalen Pflanzengiften belastet sind, stammen aus Baden-Württemberg. Bei zwei Proben ist als Herkunftsland lediglich "Deutschland" genannt. Greenpeace fordert das baden-württembergische Ministerium auf, entsprechende Ermittlungsverfahren einzuleiten. Zudem soll es Früchte, die mit unzulässigen Spritzmitteln behandelt wurden, umgehend aus dem Verkehr ziehen.
Insgesamt waren 89 Prozent der aus konventionellem Anbau stammenden Strauchbeeren aus dem Angebot der sechs größten deutschen Supermarktketten mit Pestizidrückständen belastet. Die Spritzmittelgehalte in elf Prozent der Proben erreichten oder überschritten sogar die gesetzlichen Höchstmengen. In 71 Prozent der Beeren fanden sich zudem Spritzmittel-Cocktails mit bis zu sieben verschiedenen Pestiziden gleichzeitig.
Die komplette Studie vom 24. Juli 2005 finden Sie unter "Pestizide in Johannes- und Stachelbeeren" (197 kb).


