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Samstag, 22. November 2008

Geheimsache Lebensmittelüberwachung



Lebensmittelkontrolle mangelhaft (2003)


Bereits 2003 hat das Greenpeace-EinkaufsNetz die Lebensmittelüberwachung unter die Lupe genommen und die Ergebnisse in der Studie „Pestizide außer Kontrolle“ vorgestellt. Eine Klassenarbeit hätte nicht schlechter ausfallen können: zweimal ungenügend, neunmal mangelhaft, viermal ausreichend und einmal befriedigend. Die „beste“ Note erreichte Baden–Württemberg (3), gefolgt von Berlin (4), Brandenburg (4), Nordrhein-Westfalen (4) und Sachsen-Anhalt (4). Die Schlusslichter bilden Bremen (6) und das Saarland (6).

Das EinkaufsNetz hatte schon mit den ersten Pestizidfunden in Obst und Gemüse die Lebensmittelüberwachung - neben Produzenten und Händlern - für die schlechte Qualität der Lebensmittel verantwortlich gemacht. So zeigt die Studie, dass Obst und Gemüse nur auf 100 der 800 in der Europäischen Union zugelassenen Pestizide untersucht wird. Die Ergebnisse liegen dann erst Wochen bis Monate später vor. In der Zwischenzeit ist viel Obst im Einkaufskorb gelandet.

Außerdem dürfen die Ergebnisse dann größtenteils nicht veröffentlicht werden. Wichtige Informationen für Verbraucher wie Namen, Hersteller und Verkaufsort werden nicht herausgegeben, weil für die Bekanntgabe in Deutschland die gesetzliche Grundlage fehlt: ein wirksames Verbraucherinformationsgesetz. Seit Sommer 2001 fordert dies das EinkaufsNetz.

Hier finden Sie die 115 Seiten umfassende Studie "Pestizide außer Kontrolle" (PDF, 714 kb).


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Was können Sie tun?

  • Waschen und schälen Sie Obst und Gemüse.
  • Kaufen Sie Früchte aus der Region, und achten Sie auf robuste Sorten.
  • Bevorzugen Sie Öko-Ware - sie ist in der Regel frei von Pestizidrückständen.
  • Verwenden Sie für Kleinkinder-Nahrung nur Bio-Produkte.

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