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Mittwoch, 7. Januar 2009

Alles im Fluss? PFTs gehören nicht in die Nahrungskette!



9. November 2006: Bayerischer Fluss hochgradig mit Chemikalien belastet


Nach Greenpeace-Recherchen ist die bayerische Alz hochgradig mit umwelt- und gesundheitsschädlichen Chemikalien belastet. Eingeleitet werden die als krebserregend geltenden Perfluorierten Tenside (PFT) aus dem Industriepark Werk Gendorf, der zum „Bayerischen Chemiedreieck“ zählt.

Die von Greenpeace heute veröffentlichten Analysen der Alz-Wasserproben zeigen die höchsten PFT-Werte auf, die jemals in deutschen Flüssen gemessen wurden. Auch das Trinkwasser in Gendorf weist Rückstände von PFT auf, die über dem vom Umweltbundesamt empfohlenen Grenzwert liegen. Eine akute Gesundheitsgefahr besteht nicht. Die langfristigen Folgen sind allerdings nicht abschätzbar.

Die in den Inn mündende Alz ist ein beliebtes Ausflugsziel für Kajaksportler und Angler und fließt kurz hinter Gendorf durch ein Naturschutzgebiet. Um den Fluss vor der Einleitung weiterer Chemikalien zu schützen, stauen 40 Greenpeace-Aktivisten seit heute morgen das Abwasser auf und pumpen es auf das Werksgelände zurück. In einem offenen Brief fordert Greenpeace die zuständigen Behörden auf zu handeln: Die Einleitung der giftigen Chemikalien muss gestoppt, die verantwortlichen Firmen zur Rechenschaft gezogen werden.

Perfluorierte Chemikalien kommen in der Natur nicht vor. Sie werden wegen ihrer wasser- und fettabweisenden sowie hitzebeständigen Eigenschaften in der Textilindustrie und zum Herstellen von Teflon-Pfannen und Imprägnier-Sprays eingesetzt. Da sie besonders langlebig sind, lagern sie sich in der Umwelt und in der Nahrungskette an und finden sich sogar im menschlichen Blut und in der Nabelschnur. Auch der jüngste Greenpeace-Bluttest von Prominenten hat das gezeigt.


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