Das EinkaufsNetz

streitet für gesunde Lebensmittel ohne Pestizidrückstände.

Unterstützen Sie unsere Arbeit, damit wir alle Obst ohne Gift essen können!

Schriftgrösse
 A | A | A


Mittwoch, 23. Juli 2008

Handelsketten machen sich doppelte Standards zunutze



Die Ergebnisse im Einzelnen


Die Akute Referenzdosis (ARfD) wird vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) festgelegt. Sie beschreibt die Menge einer Substanz, die mit einer Mahlzeit oder innerhalb eines Tages aufgenommen werden kann, ohne ein gesundheitliches Risiko für den Konsumenten darzustellen. Bereits bei einmaliger Überschreitung dieses Grenzwertes besteht die Gefahr von Gesundheitsschäden.

Bei einem Kind ist diese Menge natürlich geringer als bei einem Erwachsenen. Die in der unten stehenden Tabelle berücksichtigten ARfD-Grenzwerte gelten für ein 12-16,15 Kilogramm schweres Kind. Besonders besorgniserregend: Trotz akuter Gesundheitsgefährdung wurde die gesetzliche Höchstmenge nur in einem Fall überschritten!
LebensmittelProben-
nahme
SupermarktPestizid-
belastung
in mg/kg
ARfD-
Aus-
Schöp-
fung
(%)
HmÜ
Pfirsiche/
Spanien
4.10.2006Kaufhof
in Berlin
Fenthion:
0,31
184Nein
Tafeltrauben/
Italien
4.10.2006Kaufhof
in Berlin
Procymidon:
0,54
101Nein
Tafeltrauben/
Türkei
5.10.2006Nahkauf
in Berlin
Captan:
2,9
190Nein
Tomaten/
Spanien
17.10.2006Rewe
in Köln
Endosulfan:
0,42
129Nein
Tafeltrauben/
Spanien
17.10.2006Aldi
in Köln
Procymidon:
0,8
150Nein
Tafeltrauben/
Griechenland
24.10.2006Rewe
in München
Captan:
1,980
130Nein
Kopfsalat/
Deutschland
31.10.2006Edeka
in Dortmund
lambda-
Cyhalothrin:
0,6
129Nein
Tafeltrauben/
Italien
8.11.2006Edeka
in Bad Vilbel
Procymidon:
1,360
254Nein
Paprika/
Spanien
14.11.2006Karstadt
in Dresden
Endosulfan:
0,580
244Nein
Kopfsalate/
Österreich
20.10.2006Billa
in Wien
Procymidon:
2,4
111Nein
Tafeltrauben/
Türkei
25.10.2006Billa
in Wien
Procymidon:
1,2
225Nein
Tafeltrauben/
Türkei
4.11.2006Billa
in Wien
Carbendazim:
0,796
261Ja

*Die Abkürzung HmÜ steht für Höchstmengenüberschreitung


Zurück  
Seite 3 / 3





Mehr aus diesem Artikel

Aktiv werden

Keine Zulassung für gefährliche Pestizide


Noch immer werden in der EU-Landwirtschaft hochgefährliche Pestizide eingesetzt, die oft in unseren Lebensmitteln nachgewiesen werden.


Und was macht Greenpeace?

Pestizidtests bei Obst und Gemüse, Ratgeber und Mitmachaktionen für Verbraucher führen zum Erfolg: Die Obst- und Gemüsebranche fürchtet um ihre Kunden und will sich bessern. Lesen Sie mehr über unsere Kampagne.

Was können Sie tun?

  • Waschen und schälen Sie Obst und Gemüse.
  • Kaufen Sie Früchte aus der Region, und achten Sie auf robuste Sorten.
  • Bevorzugen Sie Öko-Ware - sie ist in der Regel frei von Pestizidrückständen.
  • Verwenden Sie für Kleinkinder-Nahrung nur Bio-Produkte.

Ernte-Kalender

Erfahren Sie hier, wann welche Früchte reif sind. Denn wer nach den Jahreszeiten isst, hat gesünderes Essen und mehr Geschmack auf dem Teller.