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Freitag, 12. März 2010

Neue Pestizidgrenzwerte als Gesundheitsrisiko erkannt



Lebensmittel einkaufen im Supermarkt. Obst und Gemuese im Regal.

Seit Anfang September 2008 gelten in der EU neue Pestizidgrenzwerte für Lebensmittel. Nur drei Monate später will die oberste EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) mehrere dieser Grenzwerte verschärfen. Aus Sorge um die menschliche Gesundheit.


Der Grund für den Sinneswandel ist ein Papier, das auch Greenpeace vorliegt: Substances of Concern von der EU-Kommission für Gesundheit. Diesem Papier zufolge müssen sogar mehrere hundert Grenzwerte verschärft werden.

In der EU wird die Gesundheit der Verbraucher durch unsichere EU-Pestizidhöchstmengen gefährdet. Das bestätigt jetzt selbst die oberste EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit, kommentiert Greenpeace-Chemieexperte Manfred Krautter. Greenpeace hat das frühzeitig erkannt. Schon im August warnten wir mit dem Report Die unsicheren Pestizidhöchstmengen der EU vor 700 unsicheren Pestizidgrenzwerten.

Das Berliner Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hingegen betrachtet diese EU-Pestizidgrenzwerte bis auf einen Fall als sicher. Eine Tatsache, die das Amt in Krautters Augen disqualifiziert.

Greenpeace fordert von der EU und der Bundesregierung, dass die unsicheren EU-Grenzwerte für Pestizide sofort außer Kraft gesetzt werden. Krautter: Die EU-Kommission und die EFSA müssen sicherstellen, dass alle Pestizidgrenzwerte für die menschliche Gesundheit sicher sind.


Weiteres zum Thema:
  • Die unsicheren Pestizidhöchstmengen in der EU (pdf 472 KB)


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    Was können Sie tun?

    • Waschen und schälen Sie Obst und Gemüse.
    • Kaufen Sie Früchte aus der Region, und achten Sie auf robuste Sorten.
    • Bevorzugen Sie Öko-Ware - sie ist in der Regel frei von Pestizidrückständen.
    • Verwenden Sie für Kleinkinder-Nahrung nur Bio-Produkte.

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