"Landliebe" jetzt dem Verbraucher zuliebe "ohne Gentechnik"
"Landliebe" - ein naturnah klingender Name, der bislang mehr versprach, als er hielt. Nun aber wird der Premiummarke von Campina endlich Ehre erwiesen: Als erste und zugleich größte europäische Molkerei stellt Campina Milch der Marke "Landliebe" auf Tierfütterung ohne Gen-Pflanzen um. Geplant ist zudem, auch weitere Landliebeprodukte wie Joghurts und Desserts diesem Schritt folgen zu lassen.
Gekennzeichnet sein wird die gentechnikfreie "Landliebe"-Milch durch das neue Siegel "ohne Gentechnik". Damit reagiert das Unternehmen auf die jahrelange Forderung von Greenpeace, auf den Einsatz von Gentechnik für Lebensmittel zu verzichten.
2006 hatte Greenpeace nachgewiesen, dass "Landliebe"-Bauern importierte Gen-Pflanzen als Kuhfutter eingesetzt hatten. Seitdem waren Tausende von Protestbriefen, Postkarten und Emails besorgter Verbraucher und Urwaldschützer bei dem Unternehmen eingegangen, die zusammen mit Greenpeace gegen die gängige Praxis protestierten, Gen-Soja und Soja aus Urwaldzerstörung als Futtermittel für Milchkühe einzusetzen.
Im Juni 2007 erklärte schließlich der Molkereikonzern, ab September nur noch Futter aus Europa und keine Gen-Soja mehr an seine Tiere verfüttern zu lassen. Ein beispielhafter Schritt: Gerade die Soja-Produktion stellt ein großes ökologisches Problem dar. Häufig werden Urwälder in Südamerika gerodet, um in riesigen Monokulturen Futter für europäisches Milchvieh anzubauen. Durch die regionale Fütterung für die Marke "Landliebe" kann nun jährlich auf den Anbau von etwa 9.200 Tonnen Sojabohnen verzichtet werden. Dies entspricht einer Anbaufläche der Größe von 4600 Fußballfeldern.
Ungelöst hingegen blieb damals der Konflikt zwischen Greenpeace und Campina hinsichtlich der Verfütterung von Gen-Mais: Die Molkerei weigerte sich, dazu eine abschließende Verzichtserklärung zu leisten. Jetzt stellt Campina mit "Landliebe" ihre erste Marke auf komplett gentechnikfreie Produktion um.
"Wir freuen uns, dass Campina nun zum Vorreiter für gentechnikfreie Milch wird", sagt Alexander Hissting, Landwirtschaftsexperte von Greenpeace. "Die meisten Verbraucher wollen keine "Gen-Milch". Nun können sie neben Biomilch auch Landliebe-Milch trinken. In den anderen Molkereizentralen sollten jetzt allerdings die Alarmglocken läuten".
Noch immer werden viele Kühe in Deutschland mit gentechnisch veränderten Pflanzen wie Mais und Soja gefüttert und produzieren "Gen-Milch". Müller Milch, Humana Milchunion und Hochwald sind die großen "Gen-Milch"-Produzenten. Nachdem Campina mit "Landliebe" nun eine Vorreiterrolle in der Debatte eingenommen hat, bleibt abzuwarten, wie lange die Konkurrenzunternehmen ihre starre Haltung noch aufrecht erhalten können. Am Ende entscheidet der Verbraucher.
Zum Weiterlesen:
Ratgeber "Essen ohne Gentechnik"
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Im Juni 2007 erklärte schließlich der Molkereikonzern, ab September nur noch Futter aus Europa und keine Gen-Soja mehr an seine Tiere verfüttern zu lassen. Ein beispielhafter Schritt: Gerade die Soja-Produktion stellt ein großes ökologisches Problem dar. Häufig werden Urwälder in Südamerika gerodet, um in riesigen Monokulturen Futter für europäisches Milchvieh anzubauen. Durch die regionale Fütterung für die Marke "Landliebe" kann nun jährlich auf den Anbau von etwa 9.200 Tonnen Sojabohnen verzichtet werden. Dies entspricht einer Anbaufläche der Größe von 4600 Fußballfeldern.
Ungelöst hingegen blieb damals der Konflikt zwischen Greenpeace und Campina hinsichtlich der Verfütterung von Gen-Mais: Die Molkerei weigerte sich, dazu eine abschließende Verzichtserklärung zu leisten. Jetzt stellt Campina mit "Landliebe" ihre erste Marke auf komplett gentechnikfreie Produktion um.
"Wir freuen uns, dass Campina nun zum Vorreiter für gentechnikfreie Milch wird", sagt Alexander Hissting, Landwirtschaftsexperte von Greenpeace. "Die meisten Verbraucher wollen keine "Gen-Milch". Nun können sie neben Biomilch auch Landliebe-Milch trinken. In den anderen Molkereizentralen sollten jetzt allerdings die Alarmglocken läuten".
Noch immer werden viele Kühe in Deutschland mit gentechnisch veränderten Pflanzen wie Mais und Soja gefüttert und produzieren "Gen-Milch". Müller Milch, Humana Milchunion und Hochwald sind die großen "Gen-Milch"-Produzenten. Nachdem Campina mit "Landliebe" nun eine Vorreiterrolle in der Debatte eingenommen hat, bleibt abzuwarten, wie lange die Konkurrenzunternehmen ihre starre Haltung noch aufrecht erhalten können. Am Ende entscheidet der Verbraucher.
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