"Meine Milch soll sauber bleiben!" Das fordern stillende Mütter am 4. Mai 2006 zusammen mit Greenpeace auf der BASF-Jahreshauptversammlung in Mannheim. Hintergrund ist die Belastung von Muttermilch mit gefährlichen Chemikalien. In Dänemark protestieren Schwangere vor der BASF-Fabrik in Kopenhagen dagegen, dass ihre Kinder schon im Mutterleib über die Nabelschnur mit Chemikalien "versorgt" werden.
Der weltgrößte Chemiekonzern ist einer der führenden Hersteller von gesundheitsschädlichen Phthalaten (Weichmachern), die unter anderem in Regenkleidung, T-Shirts und Duschvorhängen eingesetzt werden. Messungen von Muttermilchproben haben in Deutschland Rückstände von bis zu 160 Mikrogramm des BASF-Phthalats DEHP pro Kilogramm Körpergewicht ergeben. Ein drei Monate altes Baby nimmt damit viermal mehr DEHP zu sich, als das Bundesinstitut für Risikoberwertung für akzeptabel hält. Neue Studien zeigen, dass DEHP auch die Fruchtbarkeit von Männern schädigen und bei Frauen zu Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut führen kann.
Greenpeace fordert die BASF auf, die Produktion dieser Stoffe zu stoppen. Außerdem soll der Konzern seine massive Lobbyarbeit gegen eine verbraucherfreundliche Chemikalienreform in der EU aufgeben. Die geplante EU-Chemikalienverordnung REACH (Registrierung, Evaluierung und Autorisierung von Chemikalien) bietet die einmalige Chance, die Herstellung und Vermarktung von gesundheitsschädlichen Chemikalien zu beenden. Doch dagegen wehrt sich die Chemie-Industrie mit Händen und Füßen - allen voran die BASF. Die aktuelle Greenpeace-Studie "Toxic Lobby - How the chemicals industry is trying to kill REACH" ("Die Giftlobby - Wie die Chemieindustrie REACH verhindern will") zeigt mit welchen Mitteln!
Als Hauptargument gegen REACH führt die BASF die Kosten der Chemikalienreform an. Dabei erzielte die BASF im Jahr 2005 einen Umsatz von über 42,7 Milliarden Euro, ein Anstieg um 14 Prozent. Zum Vergleich: REACH kostet die gesamte europäische Chemie-Industrie in den nächsten elf Jahren etwa 200 Millionen Euro pro Jahr. REACH entspricht also nicht einmal 0,5 Prozent des Jahresumsatzes der BASF. Den gesellschaftlichen Nutzen von REACH schätzt die EU-Kommission dagegen auf mindestens 50 Milliarden Euro.
Über 8.000 EinkaufsNetz-Mitmacher haben von Ihren EU-Abgeordneten gefordert, sich für sicherere Chemikalien einzusetzen! Lesen Sie hier die Positionen von einigen Abgeordneten und was Greenpeace dazu sagt.
Greenpeace fordert:
Zum Weiterlesen:
Weitere Informationen zu REACH finden Sie außerdem unter:
www.bundgegengift.de
Der weltgrößte Chemiekonzern ist einer der führenden Hersteller von gesundheitsschädlichen Phthalaten (Weichmachern), die unter anderem in Regenkleidung, T-Shirts und Duschvorhängen eingesetzt werden. Messungen von Muttermilchproben haben in Deutschland Rückstände von bis zu 160 Mikrogramm des BASF-Phthalats DEHP pro Kilogramm Körpergewicht ergeben. Ein drei Monate altes Baby nimmt damit viermal mehr DEHP zu sich, als das Bundesinstitut für Risikoberwertung für akzeptabel hält. Neue Studien zeigen, dass DEHP auch die Fruchtbarkeit von Männern schädigen und bei Frauen zu Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut führen kann.
Greenpeace fordert die BASF auf, die Produktion dieser Stoffe zu stoppen. Außerdem soll der Konzern seine massive Lobbyarbeit gegen eine verbraucherfreundliche Chemikalienreform in der EU aufgeben. Die geplante EU-Chemikalienverordnung REACH (Registrierung, Evaluierung und Autorisierung von Chemikalien) bietet die einmalige Chance, die Herstellung und Vermarktung von gesundheitsschädlichen Chemikalien zu beenden. Doch dagegen wehrt sich die Chemie-Industrie mit Händen und Füßen - allen voran die BASF. Die aktuelle Greenpeace-Studie "Toxic Lobby - How the chemicals industry is trying to kill REACH" ("Die Giftlobby - Wie die Chemieindustrie REACH verhindern will") zeigt mit welchen Mitteln!
Als Hauptargument gegen REACH führt die BASF die Kosten der Chemikalienreform an. Dabei erzielte die BASF im Jahr 2005 einen Umsatz von über 42,7 Milliarden Euro, ein Anstieg um 14 Prozent. Zum Vergleich: REACH kostet die gesamte europäische Chemie-Industrie in den nächsten elf Jahren etwa 200 Millionen Euro pro Jahr. REACH entspricht also nicht einmal 0,5 Prozent des Jahresumsatzes der BASF. Den gesellschaftlichen Nutzen von REACH schätzt die EU-Kommission dagegen auf mindestens 50 Milliarden Euro.
Über 8.000 EinkaufsNetz-Mitmacher haben von Ihren EU-Abgeordneten gefordert, sich für sicherere Chemikalien einzusetzen! Lesen Sie hier die Positionen von einigen Abgeordneten und was Greenpeace dazu sagt.
Greenpeace fordert:
- Die Chemie-Industrie muss Daten von allen Substanzen vorlegen, die bis jetzt noch nicht untersucht wurden.
- Gefährliche Substanzen müssen durch sicherere Alternativen ersetzt werden.
Zum Weiterlesen:
- Mit aller Macht - wie die Chemie-Industrie REACH blockiert (Deutsche Zusammenfassung der englischen Studie "Toxic Lobby", PDF)
- Greenpeace-Studie Lobbyarbeit der Chemieindustrie (auf Englisch) "Toxic Lobby" (PDF: 722 KB)
- Greenpeace-Studie zur Schädigung der Fortpflanzung durch Chemikalien (auf Englisch) "Our Reproductive Health and Chemical Exposure" (PDF: 405 KB)
- Deutsche Zusammmenfassung der Studie" Our Reproductive Health and Chemical Exposure" (77 KB)
- Giftcocktail aus der Nabelschnur
- Düfte: herrlich oder gefährlich?
Weitere Informationen zu REACH finden Sie außerdem unter:
www.bundgegengift.de
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