Anzeichen für die Krise
Es wird wärmer - dafür nennt der UN-Klimarat eindrucksvolle Beispiele: In den letzten zwölf Jahren gab es 11 Jahre, die zu den wärmsten seit 1850 gehörten.
Bis in 3.000 Meter Tiefe haben sich die Ozeane bereits erwärmt, denn die Meere absorbieren den Großteil der Wärme, die das Klimasystem neu aufnehmen muss. Die Meere nehmen nicht nur Wärme auf, sie nehmen auch einen Teil des CO2 aus der Atmosphäre auf. Dies führt zu einer Änderung der Zusammensetzung des Meerwassers - das Wasser wird saurer, der pH-Wert sinkt. Zunehmend saures Wasser beeinträchtigt etwa Muscheln und Schnecken, deren Schalengehäuse sich aufzulösen beginnen.
Großflächige Änderungen des Salzgehalts des Meerwassers deuten auf eine Änderung des globalen Meeresströmungssystems hin. Im 20. Jahrhundert ist der Meerespiegel insgesamt um siebzehn Zentimeter angestiegen. Das arktische See-Eis geht pro Jahrzehnt um 2,7 Prozent zurück. Weltweit schmelzen die Gletscher. Die Temperatur der obersten Schichten der Dauerfrostböden ist seit den 1980er Jahren um bis zu drei Grad Celsius angestiegen. Immer mehr Dauerfrostböden schmelzen, geraten in Bewegung und entlassen das ursprünglich im gefrorenen Boden gefangene Methan - ein noch stärkeres Klimagas als CO2.
Und es sind nicht nur Wissenschaftler, die diese Veränderungen bezeugen. Von den Inuit im hohen Norden bis zu den Inselbewohnern in der Nähe des Äquators ringen die Menschen bereits heute mit den Auswirkungen des Klimawandels. Selbst eine mittlere Erwärmung des Weltklimas von zwei Grad Celsius bedroht Millionen von Menschen mit Hunger, Malaria, Überflutungen und Wassermangel. Niemals zuvor war die Menschheit gezwungen, eine solch gewaltige Umweltkrise zu bewältigen.
Zum Weiterlesen:
Mehr über die Folgen der Erderwärmung erfahren Sie auf www.greenpeace.de.


