Zwei Tonnen für jeden!
Die Industriestaaten haben eine historische Verantwortung für den Klimaschutz, denn sie sind für den größten Teil des Problems verantwortlich. Die Industrieländer sind auch diejenigen, die dank ihrer wirtschaftlichen Stärke finanziell in der Lage sind, handeln zu können.
Nur noch zwei Tonnen CO2-Ausstoß für jeden - eine Frage der Klimagerechtigkeit
Alle Menschen haben die gleichen Rechte - auch auf Nutzung von Energie. Zugleich dürfen aber die Emissionen, egal welchen Landes, nicht unendlich weiterwachsen. Eine global gerechte Reduktion von Treibhausgasen muss, so die Ansicht von Greenpeace, auf dem Prinzip der Verringerung und Annäherung basieren, das sich an einer Pro-Kopf-Emission an CO2 für jeden Weltbürger orientiert. Diese lag 2002 bei 3,8 Tonnen pro Jahr. Wollen wir das Klima retten und eine Erderwärmung um mehr als zwei Grad Celsius verhindern, muss es unser Ziel sein, diesen Pro-Kopf-Wert bis 2050 auf knapp zwei Tonnen zu senken.
Für die Industrieländer bedeutet dies starke Verringerungen. Deutschland hat eine durchschnittliche CO2-Emission von rund zehn, die USA von zwanzig Tonnen pro Kopf. Diese Länder müssen ihre Energiepolitik sofort umstellen und die Energiewende sowohl im eigenen Land als auch im internationalen Rahmen vorantreiben.
Auch Entwicklungs- und Schwellenländer müssen ihre Emissionen verringern, aber eher mittel- bis langfristig. Das lässt sich am Beispiel China gut erklären. China hat heute einen CO2-Ausstoß von dreieinhalb Tonnen pro Kopf. Damit liegt das Land zwar unter dem globalen Durchschnitt, aber schon über dem Zielwert von knapp zwei Tonnen. Muss China also sofort reduzieren? Diese Forderung wäre vermessen angesichts der viel höheren Emissionswerte der Industrieländer.
Gerechter ist der Ansatz, dass Chinas Emissionen zunächst auf den globalen Durchschnitt steigen dürfen. Dies muss so effizient wie möglich geschehen, damit China nicht unsere Fehler wiederholt und in eine fossile Sackgasse gerät. Danach muss das Land aber wie alle Länder reduzieren. Dies erlaubt wirtschaftliche Entwicklung und läuft parallel zu den notwendigen Klimaschutzzielen.
Nur noch zwei Tonnen CO2-Ausstoß für jeden - eine Frage der Klimagerechtigkeit
Alle Menschen haben die gleichen Rechte - auch auf Nutzung von Energie. Zugleich dürfen aber die Emissionen, egal welchen Landes, nicht unendlich weiterwachsen. Eine global gerechte Reduktion von Treibhausgasen muss, so die Ansicht von Greenpeace, auf dem Prinzip der Verringerung und Annäherung basieren, das sich an einer Pro-Kopf-Emission an CO2 für jeden Weltbürger orientiert. Diese lag 2002 bei 3,8 Tonnen pro Jahr. Wollen wir das Klima retten und eine Erderwärmung um mehr als zwei Grad Celsius verhindern, muss es unser Ziel sein, diesen Pro-Kopf-Wert bis 2050 auf knapp zwei Tonnen zu senken.
Für die Industrieländer bedeutet dies starke Verringerungen. Deutschland hat eine durchschnittliche CO2-Emission von rund zehn, die USA von zwanzig Tonnen pro Kopf. Diese Länder müssen ihre Energiepolitik sofort umstellen und die Energiewende sowohl im eigenen Land als auch im internationalen Rahmen vorantreiben.
| CO2-Emissionen Pro-Kopf (International Energy Agency, Daten von 2004) | |
| Staat | Pro-Kopf-Emissionen CO2 |
|---|---|
| USA | 19,73 Tonnen |
| Kanada | 17,24 Tonnen |
| Russland | 10,63 Tonnen |
| Deutschland | 10,29 Tonnen |
| Korea | 9,61 Tonnen |
| Japan | 9,52 Tonnen |
| Großbritannien | 8,98 Tonnen |
| Italien | 7,95 Tonnen |
| China | 3,65 Tonnen |
| Indien | 1,02 Tonnen |
| CO2-Emissionen pro Staat (International Energy Agency, Daten von 2004) | |
| Staat | CO2-Emissionen absolut |
| USA | 5.800 Millionen Tonnen |
| China | 4.732 Millionen Tonnen |
| Russland | 1.529 Millionen Tonnen |
| Japan | 1.215 Millionen Tonnen |
| Indien | 1.103 Millionen Tonnen |
| Deutschland | 849 Millionen Tonnen |
| Kanada | 551 Millionen Tonnen |
| Großbritannien | 537 Millionen Tonnen |
| Italien | 462 Millionen Tonnen |
| Korea | 462 Millionen Tonnen |
Auch Entwicklungs- und Schwellenländer müssen ihre Emissionen verringern, aber eher mittel- bis langfristig. Das lässt sich am Beispiel China gut erklären. China hat heute einen CO2-Ausstoß von dreieinhalb Tonnen pro Kopf. Damit liegt das Land zwar unter dem globalen Durchschnitt, aber schon über dem Zielwert von knapp zwei Tonnen. Muss China also sofort reduzieren? Diese Forderung wäre vermessen angesichts der viel höheren Emissionswerte der Industrieländer.
Gerechter ist der Ansatz, dass Chinas Emissionen zunächst auf den globalen Durchschnitt steigen dürfen. Dies muss so effizient wie möglich geschehen, damit China nicht unsere Fehler wiederholt und in eine fossile Sackgasse gerät. Danach muss das Land aber wie alle Länder reduzieren. Dies erlaubt wirtschaftliche Entwicklung und läuft parallel zu den notwendigen Klimaschutzzielen.


