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Sonntag, 12. Oktober 2008

Tipps und Tricks für eine gesunde Ernährung



Gesundes Essen ist möglich - ganz einfach, preiswert und ohne viel Aufwand. Dass Bio nichts mit trockenem Körnerfood zu tun hat, hat sich herumgesprochen. Aber vielleicht wissen Sie noch nicht, wie sich Ihr Fleischkonsum aufs Klima und auf ihren ökologischen Fußabdruck auswirkt!


Fleischeslust - Was das "Stück Lebenskraft" tatsächlich kostet
Rund 60 Kilogramm Fleisch verzehrt jeder Deutsche im Durchschnitt im Jahr. Das sind 165 Gramm pro Tag. So viel Fleisch kann sich die Menschheit weltweit nicht leisten. Auch wenn Fleisch so billig ist wie noch nie. Während ein Arbeiter 1950 noch 3,5 Stunden für ein Kilo Schweinefleisch arbeiten musste, reichen heute gerade mal 45 Minuten.

Möglich gemacht hat dies die industrielle Massentierhaltung, inklusive aller Nebenwirkungen wie Gammelfleisch und Nikotineier. Das Grundproblem bei der Fleischproduktion liegt allerdings bereits im ungünstigen Verhältnis von Aufwand und Nutzen: Um ein Kilogramm Fleisch zu erhalten, müssen fast zehn Kilogramm Viehfutter produziert werden.

Und da der Fleischkonsum weltweit steigt, werden Jahr für Jahr riesige Flächen Wald gerodet, um beispielsweise die eiweißreiche Soja anzubauen. So weichen jedes Jahr artenreiche Wälder monotonen Weiden oder Futteräckern.

Beispiel Brasilien: In den letzten sieben Jahren hat sich die Sojaproduktion dort fast verdoppelt. In der Mehrzahl sind es verbrecherische Großgrundbesitzer, die in Brasilien insgesamt rund 50 Millionen Tonnen Sojabohnen produzieren, die dann in den Futtertrögen der Masttiere in Europa landen oder direkt im Land zu Fleisch "veredelt" werden.

Bei Rindern wird die Energiebilanz zudem dadurch verschlechtert, dass sie Methan ausscheiden, ein Gas, das unser Klima erheblich stärker belastet als der bekannte Klima-Killer Co2! Die Rinderzucht schadet dem Klima also gleich zweifach: durch Wälder, die verschwinden und durch Methan.

Wussten Sie schon?
  • Rund 1,3 Milliarden Rinder bevölkern heute die Erde und grasen fast ein Viertek der gesamten Landfläche unseres Planeten ab.
  • Allein die Rinderhaltung - Waldrodung für Futtermittel und Weiden einbezogen - trägt fast so viel zum Treibhauseffekt bei wie der gesamte Autoverkehr.
  • Ein Mastbetrieb mit 10.000 Tieren produziert an einem Tag so viel Abfall wie eine Stadt mit 110.000 Einwohnern

Was können Sie tun?
  • Essen Sie weniger, aber dafür besseres Fleisch! Bio-Fleisch ist zwar fast doppelt so teuer wie industriell hergestellte Ware. Aber wenn Sie Ihr Fleisch-Budget in Bio-Fleisch investieren, unterstützen Sie nicht nur artgerechte Tierhaltung, sondern Sie reduzieren gleichzeitig Ihren Fleischkonsum auf ein verträgliches Maß.
  • Mögen Sie Wild - dann greifen Sie zu. Zurzeit muss für die Wildpflege ohnehin häufig Rotwild geschossen werden
  • Fragen Sie, woher das Fleisch stammt und suchen Sie sich einen Metzger mit regionalen Lieferanten
  • Probieren Sie die vielen leckeren vegetarischen Rezepte aus, die es gibt: Gemüse ist vielzeitig, vollwertig und gesund!

Zum Weiterlesen:

Die Tipps zum Thema Ernährung stammen aus Andreas Schlumbergers Buch "50 einfache Dinge, die Sie tun können, um die Welt zu retten, und wie Sie dabei Geld sparen".


 
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Tel: 040 / 808 110 330
www.greenpeace-energy.de
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