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Sonntag, 7. September 2008

Pestizidfunde in Obst und Gemüse



14. Februar 2007: Neuer Ratgeber "Essen ohne Pestizide"


Grünkohl, Orangen und Zwiebeln stehen noch auf dem Einkaufszettel. Nehmen Sie den kürzeren Weg zu Aldi links die Straße rauf? Oder doch schnell zu Edeka - da ist die Schlange an der Kasse vielleicht nicht so lang. Wir raten: Werfen Sie einen kurzen Blick in unseren neuen Ratgeber "Essen ohne Pestizide", bevor Sie sich entscheiden. Denn unser aktueller Supermarkttest zeigt, in welchen Supermärkten Obst und Gemüse besonders stark belastet ist und in welchen weniger. Demnach laden Sie sich bei Kaisers/Tengelmann, Edeka und Rewe jede Menge Pestizide in den Einkaufswagen.

Unsere animierte Grafik zeigt die Ergebnisse im Überblick. (hier gibt´s die Grafik in groß!)

Hier befindet sich ein Flash-Inhalt, der auf weitere Informationen verlinkt. Wenn Sie diesen nicht darstellen können, können Sie die weiteren Inhalte mit Hilfe der folgenden Links erreichen:



Lidl, der Verlierer des Greenpeace-Tests 2005, schneidet zusammen mit Aldi am besten ab. Lidl beklagte damals Umsatzeinbußen und zog Konsequenzen wie schärfere Kontrollen, um die Kunden zurückzugewinnen. "Die Handelsketten können offenbar sehr schnell auf bessere Ware umstellen, wenn sie nur wollen", kommentiert Manfred Krautter, Chemie-Experte von Greenpeace, den Qualtitätssprung des Discounters. "Uneingeschränkt empfehlenswert ist allerdings nur Bio-Ware."

Auf die Schulter klopfen darf sich allerdings kein Handelsunternehmen. "Im Obst und Gemüse der Supermärkte stecken nach wie vor zu viele Pestizide. Kein Angebot der getesteten Supermärkte war befriedigend", sagt Krautter. So stuft Greenpeace immerhin noch 16 Prozent des bei Lidl untersuchten Obst und Gemüses als "nicht empfehlenswert" ein. Bei Tengelmann sind es 34 Prozent der Produkte.

Nicht nur wo, sondern auch was Sie kaufen, spielt eine Rolle
Für die Pestizidbelastung ist jedoch nicht nur entscheidend, wo eingekauft wird, sondern auch was eingekauft wird: Paprika, Trauben und Salat sind häufig stark belastet - Bananen, Kiwis oder Kartoffeln nicht. Auch das Herkunftsland auf dem Etikett gibt Auskunft. Tomaten aus Italien schneiden beispielsweise in unserem Ratgeber schlecht ab.

Bei zwölf Prozent der 576 insgesamt untersuchten Proben wurden sogar die gesetzlichen Höchstmengen erreicht oder überschritten. In zwei Prozent der Proben, vor allem in Trauben und Kopfsalat, stecken so hohe Belastungen, dass ihr Verzehr die Gesundheit von Kleinkindern gefährden kann. Da das von Greenpeace beauftragte Labor wiederholt Rückstände illegaler Pestizide gefunden hat, erstattete Greenpeace Strafanzeige gegen die Vorstände der Handelsketten und fordert für die Verantwortlichen die Aberkennung des Gewerberechts.

Zum kostenlosen Ratgeber "Essen ohne Pestizide":
Sie können den Ratgeber per E-Mail bestellen oder als PDF (662 kb) herunterladen. Er vergleicht nicht nur Supermärkte, sondern informiert auch darüber, welche Obst- und Gemüsesorten kaum belastet sind und welche Herkunftsländer empfehlenswert sind.
Eine kurze Übersicht ermöglichen die Check-Karten für Ihr Portemonnaie (PDF, 164 kb).
Den im Ratgeber erwähnten Siegel-Spiegel finden Sie hier.

Machen Sie mit:
Schicken Sie den Pestizid-Schlusslichtern Edeka, Kaiser's/Tengelmann und Rewe eine Protestmail und fordern Sie giftfreies Essen.

Zum Anschauen und Weiterlesen:


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