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Donnerstag, 9. September 2010

Gentechnik: 50 Jahre Risiken und Nebenwirkungen



1953 veröffentlichten Crick und Watson ihr Modell der Doppelhelix. Die Theorie erklärte Aufbau und Organisation des Erbgutes auf neue und relativ einfache Weise und bot die Grundlage für ein halbes Jahrhundert der Gentechnik-Experimente.
Dank neuester Forschungen wissen wir heute, dass die Regulierung des Genoms wesentlich komplexer ist als bisher angenommen.


Gentechnische Experimente können daher mit unkalkulierbaren Risiken und Nebenwirkungen einhergehen. 50 Jahre nach dem Doppelhelix Modell sind Anti-Matsch Tomate und Gen-Reis auf dem direkten Weg ins wissenschaftliche Abseits.
Neue Probleme ergeben sich für die Firmen, die auf die Vermarktung genmanipulierter Pflanzen setzen: Die Annahme, dass Gene als isolierbare Baupläne angesehen werden können, die man mehr oder weniger beliebig zwischen den Lebewesen und über die Artgrenzen hinweg übertragen kann, gilt als veraltet und falsch. Damit fehlt aber die wissenschaftliche Grundlage für das Unterfangen, insbesondere Nutzpflanzen wie Mais, Reis, Weizen und Tomaten so umzubauen, dass sie erst genetisch "optimiert", dann verkauft, freigesetzt und schließlich als Nahrungsmittel verzehrt werden können.
Schwankt das einfache Gen-Modell, sind auch erhebliche Wirtschaftsinteressen in Gefahr.


 
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