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Donnerstag, 11. März 2010

Nahrung in der Globalisierungsfalle



Wenn Konsumentenmacht die Runde macht


Internationale Kampagnen von Greenpeace und anderen NGOs haben Verbraucher kritisch gegenüber genmanipulierten Lebensmitteln wer-den lassen. Verbraucher in Europa lehnen Gen-Food mehrheitlich ab. Die Folge: In Europa ist Gen-Food weitgehend aus den Supermarktregalen verschwunden.

Andere Länder wie China oder Japan sind nachgezogen. Insgesamt haben bzw. planen 37 Länder Gesetze zur Regulierung und/oder Kennzeichnung von genmanipulierten Organismen.
Aufgrund der weltweiten Ablehnung genmanipulierter Produkte wehren sich jetzt auch die Landwirte in Nordamerika, der Wiege der Gentechnik. Sie haben erfahren, dass die Versprechungen der Gentechnik-Industrie oftmals Luftschlösser waren. So hat die Ablehnung der Verbraucher dazu geführt, dass sie auf ihren genmanipulierten Produkten sitzen bleiben.

Kanadische Bauern und Weizen Exporteure wehrten sich zusammen mit Umwelt- und Verbraucherschützern gegen den kommerziellen Anbau von Gen-Weizen des US-Konzerns Monsanto. Das Canadian Wheat Board, Kanadas größter Weizenhändler, drohte Monsanto sogar mit einer Klage, sollte der Gentech-Riese seinen Zulassungsantrag nicht sofort zurück ziehen. Die Proteste waren äußerst erfolgreich: Im Mai 2004 kündigte Monsanto an, sich weltweit aus dem Geschäft mit Gen-Weizen zurück zu ziehen.

Solange der Markt Produkte ohne Gentechnik verlangt, werden Industrie und Landwirte auch Gentechnikfreie Produkte anbieten - weltweit. Umwelt- und sozialbewusstes Einkaufen führt so zu einer umwelt- und sozialverträglichen Globalisierung. Trotz der zunehmenden Macht der Konzerne, werden es die Verbraucher sein, die das Lebensmittelangebot der Zukunft bestimmen.


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