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Sonntag, 21. März 2010

Nahrung in der Globalisierungsfalle



Was bedeutet die Globalisierung für die Landwirtschaft?


Beispiel Saatgut:
Saatgut ist die Grundlage unserer Landwirtschaft und Ernährung. Doch in den vergangenen Jahren hat sich der Saatgutmarkt rapide in den Händen einiger weniger Konzerne konzentriert. Die Global Player sind Pioneer/DuPont (USA), Bayer CropScience (Deutschland), Syngenta (Schweiz) und Monsanto (USA). Ob genmanipulierte Pflanzen oder konventionelle Zucht, sie wollen bestimmen, was zukünftig auf den Äckern angebaut wird und zu welchen Preisen.

Ihre Strategie: Durch Patente auf Pflanzen und deren Gene sichern sie sich das Monopol auf die Züchtung und Vermarktung. Zudem kaufen sie kleine und mittelständische Saatgut-Betriebe auf und entledigen sich so ihrer Konkurrenz. In Brasilien besitzt Monsanto bereits über 60 Prozent des Marktes für konventionelles Mais-Saatgut. Die Gentechnik forciert die Vorherrschaft der Saatgut-Giganten weiter. Monsanto ist für über 90 Prozent der weltweit angebauten Gen-Pflanzen verantwortlich.

Beispiel Pestizide:
Doch nicht nur der Saatgutmarkt wird von den Konzernen Bayer, Syngenta, DuPont oder Monsanto beherrscht. Sie alle stammen aus dem Chemie-Geschäft und machen große Profite durch den weltweiten Absatz von giftigen Agrarchemikalien. Das Herbizid Roundup des US-Konzerns Monsanto wird von nordamerikanischen Landwirten genauso verwendet wie von den Bauern in Europa, Lateinamerika oder
Asien.

Zudem nutzen die Konzerne die oft laxeren Auflagen der Entwicklungsländer, um ihre in den westlichen Staaten bereits verbotenen Pestizide abzusetzen. So vertreibt Syngenta das hoch giftige Pestizid Paraquat (Gramoxone), das in zahlreichen europäischen Ländern verboten wurde, weiterhin erfolgreich in Asien, Lateinamerika und der Karibik. Trotz zahlreicher Berichte von Vergiftungen von Plantagenarbeitern, die teilweise bis hin zum Tod führen.


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