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Mittwoch, 7. Januar 2009

Nahrung in der Globalisierungsfalle



Welche Auswirkungen hat die Globalisierung der Agrarmärkte für die Entwicklungsländer?


Der Welthandel bestimmt heute, was von den Landwirten angebaut wird und welche Preise sie für ihre Produkte bekommen. Die Devise: Wer am billigsten produziert, bekommt den Zuschlag. Dabei geht es nicht mehr nur um die klassischen „Kolonialgüter“ wie Tee, Kaffee oder exotische Früchte, sondern auch Getreide, Milch oder Fleisch werden global gehandelt.

Export-Pflanzen auf Kosten der Kleinbauern in den Entwicklungsländern:
Die so genannten „Cash Crops – Export Pflanzen“ werden meist in großen Monokulturen angebaut, die viel Wasser brauchen und von chemischen Düngemitteln und Pestiziden abhängig sind. Dabei können es sich die Großgrundbesitzer leisten, das fruchtbarste Land zu nutzen und durch die intensive industrielle Nutzung zu zerstören.

Weltweit sind bereits zwei Drittel der landwirtschaftlich genutzten Flächen durch die industrielle Landwirtschaft degradiert worden (z.B. durch Versalzung, Erosion, Nährstoffabbau).
Insbesondere die Kleinbauern in den Entwicklungsländern haben das Nachsehen und die Flächen fehlen für die Versorgung der eigenen Bevölkerung. So sollen beispielsweise in dem indischen Bundesstaat Andhra Pradesh 20 Millionen Menschen von ihrem Land vertrieben werden, um dort großflächig industrielle Landwirtschaft zu betreiben.

Unterstützt wird dieses Projekt u.a. von der Weltbank und der britischen Regierung. Durch solche Politik, stellen die reichen Länder sicher, dass ihre Ernährungskonzerne günstige Rohstoffe bekommen und auch, dass ihre Bevölkerung auch zukünftig preisgünstige Produkte wie Kaffee oder Bananen, aber auch Hühnchen oder Bratwürste verzehren kann. Häufig auf Kosten der Menschen in den Entwicklungsländern.


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