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Mittwoch, 10. März 2010

Kauf-Nix-Tag



Schlechte Luft, Gedrängel und der Pullover in Größe M gehört eigentlich in die Kinderabteilung. Am Samstag, den 24. November 2007, ist "Buy Nothing Day" - ein Kauf-Nix-Tag als Tag der Erholung vom Konsum. Er ist aber auch ein Tag des Protests gegen ausbeuterische Arbeitsbedingungen oder zerstörerischen Überfluss. Angesichts der drohenden Klimakatastrophe erhält er einen neuen Stellenwert.


Wir leben über unsere Verhältnisse! Wir bräuchten zweieinhalb Planeten von der Qualität der Erde, wenn alle Menschen so viel konsumieren würden wie wir in Deutschland. CO2 und Müll können nicht in dem Tempo abgebaut und Rohstoffe wie Holz nicht in der Geschwindigkeit nachwachsen, wie wir konsumieren. 20 Prozent der Menschen verbrauchen 80 Prozent der weltweiten Ressourcen.

Die Idee für diesen Konsumfastentag wurde vor fünfzehn Jahren von dem Künstler Ted Davies in Vancouver, Kanada, geboren. Inzwischen hat er sich zu einem bunten globalen Phänomen zwischen Nachdenken über den eigenen Konsum, öffentlichem Happening und politischer Aktion entwickelt. Auch in diesem Jahr werden in gut 65 Ländern zahllose Menschen auf die Straße gehen, um sich für Gerechtigkeit und Umweltschutz einzusetzen.

Der diesjährige "Kauf-Nix"-Tag fällt in eine Zeit, in der die drohende Klimakatastrophe viele Menschen bewegt. 19 Prozent der CO2-Emissionen gehen auf Haushalte und Kleinverbraucher zurück - Verkehr ausgenommen. Das ist eine Menge, heißt aber auch, dass wir durch unseren Konsum maßgeblich zur CO2-Verringerung beitragen können.

Immer mehr Menschen ist klar, dass Energiesparlampen oder Ausgleichszahlungen für CO2-Sünden nicht ausreichen, um die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels zu verhindern. Wir müssen unseren Lebensstil verändern. Also zurück in die Steinzeit? Mitnichten, aber wir sollten darüber nachdenken, was wir kaufen. Zum Beispiel bei elektrischen Geräten auf Energieeffizienz achten oder T-Shirts kaufen, die nicht nach der dritten Wäsche allenfalls als Putzlappen zu gebrauchen sind.

Was tun?
  • Steigen Sie um auf sauberen Strom! Es gibt inzwischen zahlreiche Ökostromangebote. Wir empfehlen die Greenpeace energy eG, weil sie die strengsten Qualitätskriterien garantiert und als Genossenschaft organisiert ist.
  • Wagen Sie Öko! Öko-Produkte sind zu teuer, der nächste Bio-Laden ist zu weit weg und Gesundheitsschuhe sind Ihnen suspekt? Trennen Sie sich von Ihren Vorurteilen und gönnen Sie sich ab und zu Bio-Lebensmittel.
  • Fair, saisonal und regional - die bessere Wahl! Alle drei sind im Paket nicht immer zu bekommen, und die Entscheidung, welches Kriterium im Vordergrund stehen sollte, kann von Produkt zu Produkt unterschiedlich ausfallen.
  • Weniger ist mehr! Reduzieren Sie Ihren Durchsatz im Kleiderschrank, bei der Unterhaltungselektronik und im Haushalt. Kaufen Sie weniger und dafür bessere Qualität und langlebigere Produkte. Beherzigen Sie die einfache Faustformel für bewussteren Konsum: Reduzieren, Reparieren, Recyceln!
  • Erst informieren, dann kaufen! Falls dennoch oder gerade aus Klimaschutzgründen ein neues Gerät notwendig ist, informieren Sie sich vor dem Kauf beim Verkäufer über den Energieverbrauch und machen Sie ihre Kaufentscheidung auch davon abhängig.


Zum Weiterlesen, Spielen und Schauen:
  • Auf www.youtube.de finden Sie unter dem Stichwort "Buy Nothing Day" etliche amüsante aber auch lehrreiche Filme.
  • Konsum-Quiz
  • Was in Deutschland geplant ist, erfahren Sie im Buy-Nothing-Day-Forum.
  • Sie haben schon gar keine Lust mehr, etwas zu kaufen? Dann ist die Tauschbörse "Alles und Umsonst" vielleicht etwas für Sie. In ganz Deutschland stellen Menschen, das, was sie nicht mehr brauchen, anderen zur Verfügung. Das schont den Geldbeutel und die Umwelt!
  • Mehr über den "Buy Nothing Day" und über die Debatte "klimaneutrale Produkte" finden Sie in unserem Infoblatt (PDF, 722 KB).
  • Weitere Konsum-Tipps


 
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Tel: 040 / 808 110 600
www.greenpeace-energy.de
info@greenpeace-energy.de