High Tech braucht kein Gift
Mehr Speicher, höhere Leistung - immer schneller wechseln Computer- und Handy-Modelle, gibt es neue Trends. Der Berg an Elektroschrott wächst rasant. Und mit ihm das Entsorgungsproblem. Denn die Elektronikgeräte enthalten jede Menge Schadstoffe, die vermieden werden könnten.
Und auch in Europa betrifft uns das Problem: Wer tagtäglich vor dem Computer sitzt, ist den Schadstoffen ausgesetzt, die in fast jedem Rechner oder Bildschirm stecken: bromierte Flammschutzmittel, PVC und Schwermetalle wie Blei, Cadmium und Quecksilber sind nur ein paar Beispiele für Stoffe, die in elektronischen Geräten stecken. Sie dünsten aus und können die Gesundheit schädigen. Was nicht recycelt wird, belastet als Sondermüll die Umwelt.
Dabei ließen sich die meisten Schadstoffe vermeiden! Einige Firmen erkennen die Zeichen der Zeit: Branchenriese Hewlett Packard hat angekündigt, bis 2007 zu klären, wie er auf bromierte Flammschutzmittel und PVC verzichten kann. Auch LGE, Motorola, Nokia, Samsung, Sony und Sony Ericsson haben Greenpeace zugesichert, einige der Schadstoffe in Zukunft zu vermeiden. Acer, Apple, Dell, Fujitsu-Siemens, IBM, Lenovo, Panasonic, Siemens und Toshiba sind bislang nicht zu Zusagen bereit.
Technologischer Fortschritt sollte nicht nur heißen schneller und leistungsfähiger, sondern auch weniger Gifte und weniger belastend für die Umwelt.
Fragen Sie die Hersteller vor dem Kauf, ob sie auf giftige Stoffe verzichten.
Zum Weiterlesen:
- Das steckt in Ihrem Computer
- Elektronikschrott in Indien und China - eine Greenpeace-Studie (auf Englisch; PDF, 745 KB)
- Elektronikschrott in Indien und China - die deutsche Zusammenfassung der Greenpeace-Studie (PDF, 56 KB)
- Green-Electronics - Die Deutsche Umwelthilfe gibt Tipps zum ökologischen Umgang mit Elektroschrott


