Elektro-Schrott - zu wertvoll für die Tonne
Wohin mit Omas altem Fernseher oder dem Rasierer, den keiner mehr braucht? Auf jeden Fall nicht in den Hausmüll! Seit dem 24. März müssen Verbraucher ihre ausgedienten Elektro- und Elektronikgeräte in Recycling-Höfen abgeben.
Nach dem neuen Elektro-Gesetz sind die Hersteller nun selbst für die Entsorgung ihrer Produkte verantwortlich. Denn der Berg an Elektroschrott wächst beständig und wird zunehmend zum Problem. Jährlich landen in Deutschland 1,8 Millionen Tonnen Elektroschrott auf dem Müll - und mit ihm jede Menge Wertstoffe wie Stahl, Kupfer oder sogar Gold und Silber.
Doch in den Geräten stecken auch massenhaft Schadstoffet. Viele Gifte müssen ab dem 1. Juli 2006 zwar reduziert werden, aber PVC und ein Großteil der bromierten Flammschutzmittel bleiben weiterhin erlaubt. Nach verschieden Schätzungen wurden bisher nur etwa 10 bis 30 Prozent der Geräte getrennt erfasst und
verwertet. Jetzt sollen jährlich vier Kilogramm pro Bundesbürger gesammelt werden.
Die Schadstoffe sind beim Recyclen der Elektronikgeräte ein großes Problem. Besonders dann, wenn der Elektro-Schrott - häufig illegal - nach China oder Indien verschifft wird, wo die Altgeräte meist per Hand und ohne Schutzmaßnahmen auseinandergenommen werden. Dort werden zum Beispiel PVC-Kabel über offenem Feuer verbrannt, um an das wertvolle Kupfer zu gelangen. Die Arbeiter atmen die giftigen Dämpfe ein - fast immer ohne Schutzmasken. Dannach landet der verbrannte (Gift)-Müll in der Umwelt.
Was Sie tun können:
- Fragen Sie Ihren Hersteller nach langlebigen und giftfreien Produkten!
- Verschenken Sie alte Geräte, die Sie nicht mehr benutzen, die aber noch funktionieren.
- Bringen Sie ihre Altgeräte, die nicht mehr zu reparieren sind, auf den Recycling-Hof.
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