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Mittwoch, 23. Juli 2008

Mehr gesunde Fettsäuren in Bio-Milchprodukten!



Milch ist nicht gleich Milch


Dass Kühe, die auf der Weide grasen dürfen, gesündere Milch geben, haben viele schon geahnt. Eine Greenpeace-Studie belegt nun, dass das tatsächlich so ist: Je mehr Gras und Grünfutter die Tiere fressen, umso mehr Omega-3-Fettsäuren finden sich später in der Milch.

Die so genannten ungesättigten Fettsäuren können helfen, Krankheiten wie Krebs, Rheuma und Herzinfarkten vorzubeugen. Seefisch und Rapsöl haben besonders hohe Omega-3-Werte. Da pro Person und Jahr durchschnittlich 300 kg Milch verzehrt werden, ist auch die Zufuhr über Milchprodukte von großer Bedeutung. Durch Mais und Kraftfutter geben die Kühe zwar mehr Milch, die enthält dafür aber deutlich weniger gesunde Fettsäuren.

Mit Hilfe eines speziellen Analyseverfahrens konnte in der Studie nicht nur nachgewiesen werden, wie viel ungesättigte Fettsäuren die Milch enthält, sondern auch wie die Milchkühe gefüttert wurden. Das Ergebnis: Nicht überall wo "Alpenmilch" oder "Milch aus Grünlandhaltung" draufsteht, spielte Grünfutter auch wirklich eine größere Rolle bei der Fütterung. So wurde die Bärenmarke-Milch und auch die Alpenmilch der Molkerei Weihenstephan mit viel mehr Mais und Kraftfutter erzeugt, als es die Verpackung verspricht.

Diesen Etikettenschwindel haben ökologisch erzeugte Milchprodukte nicht nötig. Bei der Untersuchung von Frischmilchprodukten aus ganz Deutschland haben sie besonders gut abgeschnitten. Bis zu doppelt so viele ungesättigte Omega-3-Fettsäuren weist ökologisch erzeugter Milch im Vergleich zu Trinkmilch aus Intensivtierhaltung auf. Am besten schnitten bei der Untersuchung auf den Omega-3-Fettsäuregehalt die Ökomilch von Berchdesgadener Land (Bayern), der Gläsernen Meierei Rostock, Breisgaumilch (Schwarzwald) und der Upländer Bauernmolkerei (Hessen) ab.

Auf den hinteren Rängen landeten Milchprodukte der Molkereien Allgäuer Alpenmilch (Bärenmarke) und Campina (Elsterwerda) und Weihenstephan-Milch der Molkerei Müller. Milch aus konventioneller Landwirtschaft, die tatsächlich aus Grünlandregionen stammt, hat dagegen verhältnismäßig gute Werte. Zu nennen wären hier Breisgaumilch oder Allgäuer Käserei Sonthofen.

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